Presseerklärung 05/2011 (Stiftung)

Küstenmotorschiff MS Danio von Schwedt nach England (07.04.2011)

Der Vorstand der Nationalparkstiftung Unteres Odertal, Dr. Ansgar Vössing, begrüßte die erfolgreichen Fahrten des Küstenmotorschiffes MS Danio im ungebrochenen Transport vom Bollwerk der LEIPA Papierfabrik bis nach England als weitsichtige Entscheidung der Papierfabrik. Eine leistungs- und ertragsstarke Industrie ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Naturschutz in Deutschland. Es ist vernünftig, die bestehenden Wasserwege anstelle der überfüllten Autobahnen gerade für den Wirtschaftsverkehr zu nutzen und dort punktuell Verbesserungen, beispielsweise Ausbaggerungen, vorzunehmen, wo sie erforderlich sind.

Die erfolgreichen Fahrten der Danio zeigen auch, dass der bisher vorgesehene maximale Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße zwischen dem Hafen Schwedt und der Westoder auf 4,50 m Tiefe und 55 m Breite für einen ungebrochenen Verkehr mit Küstenmotorschiffen zwischen den Papierfabriken und England nicht erforderlich ist. Es gibt bereits Küstenmotorschiffe, die an die gegebenen Wasserstraßen angepasst sind. Die Firma LEIPA hat darüber hinaus die Konstruktionspläne für neue angepasste Küstenmotorschiffe schon lange in der Schublade. Es ist erfreulich, dass sich wirtschaftliche Effektivität und naturschutzfachliche Rücksichtnahme nicht ausschließen, sondern Hand in Hand gehen.

In diesem Zusammenhang gebührt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ausdrückliches Lob. Er ist der erste Bundesverkehrsminister seit zwanzig Jahren, der genug Einsicht und auch Mut hat, die Wasserwege nicht mehr angebots-, sondern bedarfsgerecht auszubauen. Wir können uns angesichts einer zurückgehenden Bevölkerungszahl und einer exorbitanten Staatsverschuldung eine weitere Geldverschwendung auch nicht mehr leisten. Ewiggestrige mögen weiterhin gegen diese weitsichtige Entscheidung polemisieren. Ihr gehört aber die Zukunft.