Presseerklärung 1/2017

Der Nationalparkverein wird 25 Jahre

 

Was ist daran besonders? Ein Verein feiert seinen 25. Geburtstag. Das kommt doch alle Tage vor. Stimmt! Aber der Verein der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e.V. ist etwas Besonderes. Bald nach der Wiedervereinigung Deutschlands von Naturschützern, Kommunalpolitikern, Pfarrern, Wissenschaftlern und Industriellen gegründet, hat er viel Geld in die Region gebracht, vor allem interessante Menschen, Minister, Regierungschefs, bis hin zum WWF-Präsidenten Prinz Philip. Der Verein hat viel Land erworben und mit naturschutzfachlichen Auflagen verpachtet, er hat die Entwicklung des Internationalparks Unteres Odertal tatkräftig unterstützt und die ökologische Landwirtschaft vorangebracht. Das alles geschah im Rahmen seines bürgerschaftlichen Engagements als ehrenamtliche, gemeinnützige Arbeit. Gleichzeitig wurden in diesem Bereich viele Dauerarbeitsplätze geschaffen.

Zugegeben, der Nationalparkverein war nicht immer der Liebling der in Potsdam Herrschenden, aber das wollte er auch nicht sein. Boden-, ja widerständig wie er ist, ging es ihm immer darum, das Beste für die Menschen der Region, aber auch für die Natur, für Tiere und Pflanzen, die sonst keine unterstützenden Stellvertreter und Anwälte haben, herauszuholen, geradlinig, unbeugsam, unbestechlich und konsequent.

Nicht alles ist gelungen und vollendet, aber vieles auf den Weg gebracht. Mit Dankbarkeit blicken wir zurück und nach vorn, auf die nächsten 25 Jahre.

All das will und soll gefeiert werden, und zwar am Dienstag, den 14. November 2017. Zunächst mit einem Kongress „Adler über Europa“ in der Brandenburgischen Akademie Schloss Criewen von 10.00 – 17.00 Uhr. Dann mit einem musikalisch vielfältig gestalteten, ökumenischen Schöpfungs-Gottesdienst in der mittelalterlichen Dorfkirche in Criewen, darauf mit einer Vernissage-Eröffnung zum Thema „Wiege der Wildnis“ der Berliner Malerin Maria Bahrdt und schließlich natürlich mit einem zünftigen Festakt mit kurzen, knackigen Reden und schöner Musik. Die Festrede hält Dr. Paul A. Engstfeld, von 1990–1994 der 1. Staatssekretär im neu gegründeten Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg (MUNR), der maßgeblich für die Entwicklung der Nationalparkregion verantwortlich zeichnete. Er war seinerzeit vom Europaparlament nach Potsdam gekommen und hat den europäischen Geist, europäische Abgeordnete und schließlich auch europäisches Geld mit in den Osten gebracht. Deswegen lautet das Thema aus aktuellem, aber auch aus historischem Anlass des Abends „Europa und der Naturschutz“, zu dem auch weitere Gäste aus der brandenburgischen Landespolitik sprechen werden. Zugesagt haben für das Podiumsgespräch neben Dr. Paul Engstfeld, der Vizepräsident des Landtages Brandenburg, Dieter Dombrowski (CDU) und der Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Brandenburg, Axel Vogel. Die Moderation übernimmt der Journalist Eckhard Fuhr (FAZ/Die Welt).

 

Der Vorstand